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Arthrose

Die Bedeutung, Entstehung und der Verlauf einer Arthrose

Die Arthrose ist die mit Abstand häufigste Form aller Gelenkerkrankungen. In Deutschland sind ungefähr 8 Millionen Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Im Jahr 2004 verursachte die Behandlung von Arthrosen in Deutschland bereits Kosten von circa sieben Milliarden Euro mit ansteigender Tendenz. Unter einer Arthrose sind chronisch verlaufende Abnutzungserscheinungen der Gelenke zu verstehen. Dabei verändern sich nach und nach der Gelenkknorpel, die Gelenkkapsel, der Knochen sowie die Muskulatur. Die Arthrose entsteht durch eine Überbeanspruchung der Gelenke und der Leistungsfähigkeit des die Gelenke umgebenden Gewebes. Die in erster Linie betroffenen Gelenke sind das Knie- und Hüftgelenk, die Hand- und Fußgelenke und auch die Wirbelsäule. Arthrose kann letztlich zur vollständigen Verknöcherung der Gelenke führen. Typische Symptome sind Steifheit und Spannungsgefühle in den betroffenen Gelenken vor allem morgens nach dem Aufstehen. Ein charakteristisches Anzeichen ist auch das langsame Nachlassen der Schmerzen bei weiterer Belastung. Symptome sind außerdem das Knacken und Knirschen beim Bewegen der Gelenke sowie Schwellungen und Muskelverspannungen rund um das Gelenk. Vielfach zeigen sich auch Empfindlichkeiten gegen Nässe, Feuchtigkeit und Kälte. Bei fortschreitendem Gelenkverschleiß nehmen diese Symptome immer stärker zu. Die Schmerzen treten immer häufiger und auch im Ruhezustand auf. Dabei nimmt die Bewegungsfähigkeit des erkrankten Gelenks weiter ab. Diese Entwicklung macht deutlich, dass sich der Verlauf der Erkrankung über viele Jahre erstreckt. Durch ein frühzeitiges Erkennen der Symptome und mit einer gezielten Behandlung und Verhaltensumstellung der Erkrankung wirksam entgegengewirkt werden. Dadurch kann auch eine deutliche Schmerzreduzierung erreicht werden. Daher dürfen die Warnsignale nicht ignoriert werden. Das Erkrankungsrisiko erhöht sich bezüglich einer Arthrose mit zunehmendem Alter. Eine nicht behandelte Arthrose lässt das Immunsystem ohne Unterbrechung auf Hochtouren laufen.

Anfangs ist es nur ein kleiner und in der Regel unbemerkter Knorpelschaden

Der Auslöser einer Arthrose ist ein defekter Knorpelüberzug, der auch als Knorpelschaden bezeichnet wird. Das Ausmaß ist zunächst gering und sehr begrenzt, aber dadurch beginnen bedeutende Veränderungen im Gelenk. Nach einiger Zeit werden die unter den Knorpelbereichen liegenden Knochen angegriffen. In der Folge lösen sich weitere kleine Knorpelteile ab, die durch die Gelenkflüssigkeit transportiert werden. Dabei greifen sie die Innenhaut des Gelenks an und begünstigen damit ein Fortschreiten der Arthrose. Indem die Knorpelmasse weiter abnimmt, erhöht sich zunehmend der Druck auf den darunter liegenden Knochen. Die Reaktion auf die weitere Überlastung des Gelenks ist die Vergrößerung der Gelenkfläche, um die Belastung auszugleichen. Dabei bilden sich auch knöcherne Ausbildungen. Diese Veränderungen führen zur Verstärkung der Bewegungseinschränkung des Gelenks und der Knorpelschaden breitet sich weiter aus. Im späten Stadium ist die Knorpelschicht abgerieben und der Schutz des Knochens ist nicht mehr vorhanden. Sobald durch diesen Missstand der Gelenkspalt nicht mehr vorhanden ist, wird das betroffene Gelenk steif. Als Behandlungsmöglichkeit ist dann eine Operation unausweichlich. Für Bewegungsmöglichkeiten kann im betroffenen Bereich nur noch eine Gelenkumstellung oder ein Gelenkersatz sorgen.

Möglichkeiten der Vorbeugung, Diagnose und Behandlung

Zur Vorbeugung ist ausschließlich die Vermeidung einer dauerhaften Gelenküberlastung möglich. Durch gesunde Ernährung und Bewegung sollte ein Übergewicht verhindert werden. Dabei dürfen sportliche Betätigungen kein erhöhtes Risiko für Überlastungen oder Unfälle darstellen, um keinen gegenteiligen Effekt zu bewirken. Bei der Erstellung einer Diagnose muss der betroffene Patient zunächst die vorhandenen Einschränkungen der alltäglichen Bewegung sowie den Schmerzverlauf schildern. Danach schließt sich eine klinische Untersuchung der betroffenen Gelenke einschließlich der die Gelenke umgebenden Bänder und Muskeln an. Bei Erforderlichkeit wird auf bildliche Unterstützung mittels Röntgen oder Computertomografie zurückgegriffen. Es kann auch eine Arthroskopie durchgeführt werden. Feststellbar sind im Rahmen einer Diagnose Knochenverdichtungen, Verkleinerung des Gelenkspaltes und Knorpelrisse. Bei der anschließenden Therapie werden die Linderung oder der Wegfall der Schmerzen sowie die Verhinderung des Fortschreitens der Gelenkveränderungen angestrebt. Meistens wird eine Therapie erst begonnen, wenn die Arthrose bereits erhebliche Schmerzen verursacht und eine sichtbare Gelenkveränderung bewirkt hat. Dann ist es das Therapieziel, trotz des Gelenkverschleißes die Beweglichkeit und Belastbarkeit des betroffenen Gelenkes noch für einen möglichst langen Zeitraum zu erhalten. Dies kann zum einen durch eine gezielte Ernährungsumstellung und Gewichtsreduzierung verbunden mit ausreichender Bewegung begünstigt werden. Außerdem können neben operativen Behandlungsmöglichkeiten wie Gelenkersatz oder Knorpeltransplantationen noch andere Therapiemaßnahmen erfolgen. Bei Bedarf können zunächst schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden. Viele nebenwirkungsfreie Therapiemöglichkeiten werden durch uns angeboten. Eine gelenkentlastende Stärkung und Dehnung der Muskulatur durch Krankengymnastik ist in jedem Fall eine sinnvolle Maßnahme. Je nach Krankheitsbild sind auch Koordinationsübungen oder eine durchblutungsfördernde Elektrotherapie hilfreich. Zusätzlich können Naturprodukte wie beispielsweise Hirse, Teufelskralle, Kieselerde oder Weidenrinden-Extrakte unterstützend Verwendung finden. Bei gereizten Gelenken sind durch kühlende Maßnahmen kurzfristige Schmerzreduzierungen zu erzielen. Eine wirksame Behandlungsform ist auch die vielfach bewährte Akupunktur, da über das Kniegelenk wichtige Energiemeridiane ( z.B. Magen- und Milzmeridiane ) verlaufen. Diese Verläufe enthalten Schmerzpunkte, die mittels Puls- und Zungendiagnose ermittelt werden, um sie dann zu Nadeln, zu tapen, zu moxen oder mit Elektroakupunktur zu stimulieren, Ferner können auch verschiedene knorpelaufbauende und entzündungshemmende, homöopathische Medikamente im Sinne der Neuraltherapie mit Eigenblut injiziert werden. Sehr gute Erfolge zeigen die Misteltherapie und die Verabreichung von Schlangengiften in oraler oder injezierbarer Form. Bestrahlungen mit Original chinesischen Lampen, Magnetfeld und Bioresonanz runden eine erfolgreiche Behandlung ab.

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